Chile, eine Republik im Südwesten Südamerikas gelegen, ist ein Land, das jeder kennt, auch wenn es kein wirklich typisches Urlaubsziel ist. Dennoch ist Chile schon alleine rein historisch gesehen, hoch interessant.
Allgemeines über Chiles Geschichte
Seine Geschichte an sich beginnt etwa um 13.000 vor Christus, als sich die ersten Menschen im Gebiet des heutigen Chile ansiedelten. Dieses Land hat im Laufe seiner Geschichte viel Auf und Ab erlebt, Bürgerkriege wie auch diktatorische Phasen und eine ausgeprägte Kolonialzeit. Wer sich in die Geschichte von Chile vertiefen möchte, der tut dies am besten, indem er das Land bereist, die historischen Stätten kennenlernt und Land und Leute studiert.
Chile als Kolonie: Die Inkas und die Spanier
Nach der ersten Besiedlung von Chile gehörte der nördliche Teil des Landes kurzfristig zum Reich der geschichtsträchtigen Inkas. Später eroberten die Spanier Chile und machten es zu ihrer Kolonie. Da hier jedoch nur sehr wenig Beute in Form von Gold und Silber zu holen war, schenkten die Spanier ihrer eroberten Kolonie recht wenig Beachtung. Da Chile von je her viele verschiedene Völkerstämme beherbergte, waren auch Bürgerkriege vorprogrammiert. Diese waren teils recht erbittert und warfen das Land in seiner Entwicklung immer wieder zurück. Die eigentliche Republik Chile, wie wir sie heute kennen, entstand erst nach dem Unabhängigkeitskrieg zu Beginn des 19. Jahrhunderts.
Das Chile des 21. Jahrhunderts
Von den sozialen Strukturen her ist Chile weit hinter unseren Ansprüchen zurück geblieben. Erste soziale Reformen, die auch die Bildungspolitik mit einschlossen, gab es erst im Jahre 2002. Der damalige Präsident Ricardo Lagos brachte erstmalig ein umfangreiches Reformpaket auf den Weg, welches endlich auch die allgemeine Schulpflicht beinhaltete. Die Kluft zwischen Arm und Reich ist jedoch nach wie vor sehr groß und auch in punkto Kinderarbeit gibt es in Chile, wie in vielen Teilen Südamerikas, viel Bedarf an neue Reformen und Regelungen. Die Industrie in Chile ist nicht die überwiegende Einnahmequelle, auch hier ist, wie in den größten Teilen Südamerikas, die Landwirtschaft der ausschlaggebende Wirtschaftsfaktor.
