Chile ist ein Land mit vielen Gegensätzen, während es im mittleren Teil sehr fruchtbar und im südlichen Teil sehr niederschlagsreich ist, beherbergt der Norden dieses Landes eine der trockensten Regionen der Welt, die Atacama Wüste.
Allgemeines über die Atacama Wüste
Die Atacama Wüste erstreckt sich vom Pazifik im Westen des Landes über die Grenze zu Peru im Norden bis hin zu den Grenzen Boliviens und Argentiniens im Westen. Aufgrund der recht unwirtlichen klimatischen Bedingungen, die die Atacama Wüste bietet, ist diese Region nur spärlich besiedelt.
Die klimatischen Bedingungen
Klimatisch gesehen liegt die Atacama Wüste genau im Regenschatten der Anden, die selten vorkommenden Ostwinde sind trocken und bringen somit keine Niederschläge. In Küstennähe jedoch verhindert der Humboldtstrom die Entwicklung von Regenwolken, sodass auch hier keinerlei Niederschläge zu erwarten sind. Bedingt durch die kalte Meeresströmung jedoch, herrschen in dieser Region auch entsprechend kühle Temperaturen und ein häufig recht starker Nebel. Die allgemeinen Temperaturunterschiede in der Atacama Wüste liegen jedoch zwischen 30 Grad plus am Tag und 15 Grad minus in der Nacht.Entsprechend ist auch die Vegetation hier recht karg, allerdings sehr gut an die klimatischen Gegebenheiten angepasst. Es gibt in der Atacama Wüste durchaus auch Wetterstationen, die in der gesamten Laufzeit ihrer Aufzeichnungen der Wetterdaten noch nicht einen einzigen Tropfen Niederschlag verzeichnen konnten.
Die Besiedlung Atacamas
Wie bereits erwähnt, ist die Atacama Wüste eine der niederschlagsärmsten Regionen der Erde, dennoch ist ihre Besiedlung bereits sehr früh zu verzeichnen gewesen. Nachdem die erste Besiedlung erfolgte, ließen sich die Inka im Bereich der Atacama nieder. Nach dem Niedergang der Inkaherrschaft ging die Atacama Wüste dann ebenfalls an die spanische Herrschaft über. Während der Unabhängigkeitsbemühungen jedoch fiel die Atacama Wüste dann schließlich an Bolivien. Im Jahre 1832 wurden dann enorme Silbervorkommen entdeckt, in den folgenden so genannten Salpeterkriegen konnte Chile sich durch die Hilfe der Briten gegen Bolivien und Peru erfolgreich durchsetzen und sogar noch neue Staatsgebiete im Norden erobern.
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